Neuseeland verkündet Stufenplan zur Grenzöffnung

Wer kann wann wieder einreisen?

Nach vielen wissenschaftlichen Expertenmeinungen und Beratungen der neuseeländischen Regierung, hat Premierministerin Jacinda Ardern nun innerhalb kürzester Zeit Strategien und einen Stufenplan veröffentlicht, wie man künftig die Einreise nach Neuseeland wieder langsam ermöglichen könnte. Auch wenn einige Details noch nicht konkret sind und viele Punkte flexibel gehalten werden sollen, zeichnet sich doch eine Vorgehensweise zu einer Grenzöffnung Anfang 2022 und so ein Hoffnungsschimmer für viele Interessierte ab. Gleichzeitig befindet sich das Land nach langer Zeit ohne Ausbruch gerade im Lock Down – wenige mysteriöse COVID-Fälle sind aufgetreten.

Strategie 1 – Impfkampagne in Neuseeland beschleunigen

Ein Land ist in Aufruhr, Geschäfte geschlossen, Schulen gesperrt. Was für die meisten Länder der Welt seit der Pandemie nahezu zur Normalität geworden ist, hat für Neuseeland Katastrophencharakter. Hamsterkäufe in den Supermärkten und eine fieberhafte Suche nach der Ursache des Miniausbruchs haben begonnen. Die Feststellung der Delta-Variante bei einer Person macht der neuseeländischen Politik große Sorgen. Mittlerweile wurde auch Flugpersonal positiv getestet. Für die Ausbruchsregionen Auckland und Coromandel bestehen derzeit erst einmal sieben Tage lang Lock Down, der Rest des Landes muss für drei Tage zu Hause bleiben.

„Bislang konnten sich oft nur priorisierte Neuseeländer gegen COVID19 impfen lassen, jetzt will die Regierung das Roll Out des Impfstoffs deutlich beschleunigen“, berichtet der Neuseeland-Experte und langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn. „Konkret heißt das, wer über 18 Jahre alt ist, soll ab September einen Impftermin zugesichert bekommen.“ Auch der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung wird, ähnlich wie in Europa, von 21 Tage auf sechs Wochen verlängert. So will man möglichst viele Menschen im Falle einer kursierenden Delta-Variante zumindest einfach schützen. Der Fokus der Regierung liegt darauf, weder regionale noch ethnische ‚Black Holes‘ entstehen zu lassen, also Gebiete oder Bevölkerungsgruppen, die nicht an den Impfstoff kommen. Idealerweise erhofft man sich, dass im Laufe des Dezembers bis zu 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sein werden. „Es macht keinen Sinn, jetzt während der Impfkampagne zu schnell die Grenzen zu öffnen. Das haben wir in vielen Ländern gesehen“, erklärt die Premierministerin in ihrer Ansprache. „Erst wenn unsere Bevölkerung ausreichend geschützt ist, kann sukzessive eine Grenzöffnung angegangen werden. Ansonsten würden wir all die Vorteile und Freiheiten, die wir uns in den letzten Monaten hart erarbeitet haben, einfach aufgeben. Ich denke da an eine stabile Wirtschaft, reduzierte Lock Downs und die Sicherheit der Menschen hier!“

Wirtschafts-Boom trotz Pandemie

In über einem Jahr war die Arbeitslosigkeit in Neuseeland noch nie so niedrig wie derzeit – trotz der vielen Negativauswirkungen der Pandemie. Neuseelands Wirtschaft boomt und das, obwohl der internationale Tourismus fast zu 100 Prozent eingebrochen und zweitgrößter Wirtschaftsfaktor des Landes ist. In Aotearoa scheint man alles richtig gemacht zu haben, denn so einen starken Rückgang im Quartal gab es nicht, seit Statistics New Zealand im Jahr 1986 mit den Aufzeichnungen begann. Selbst die Prognosen der Wirtschaftswissenschaftler wurden noch übertroffen. 28.000 neue Jobs im vergangenen Quartal und eine Arbeitslosenquote von nur vier Prozent und das, trotz der momentanen Wintersaison Downunder. Das zählt schon fast als Vollbeschäftigung. „Einher gehen die positiven Zahlen mit weniger Empfängern von Sozialleistungen, gestiegenen Stellenangeboten und sogar Engpässen auf dem Arbeitsmarkt in bestimmten Sektoren“, erklärt Seniormanager von Statistics New Zealand Sean Broughton. Auch viele Arbeitsvermittlungen und Head Hunter berichten von einem ‚Kampf um die Arbeitskräfte‘ auf dem Stellenmarkt. Die starke neuseeländische Wirtschaft zeigt sich zudem in einer gestiegenen Anzahl von Gesamtarbeitsstunden und einer Lohnsteigerung von 2,2 Prozent pro Jahr.

Strategie 2 und Status Quo

Die Regierung will nach jetzigem Stand im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern, ihre Eliminierungs-Strategie im Hinblick auf Corona weiterführen. „Das heißt im Klartext, auch wenn die Grenzen aufgehen, will man das Virus im Land eliminiert sehen, kleinere Ausbrüche schnell wieder in den Griff bekommen und im Zweifelsfall die Grenzen auch flexibel wieder schließen“, erklärt der Einwanderungsberater Peter Hahn die momentane politische Situation. „Jacinda Ardern macht in ihrer Mitteilung auch ganz deutlich, dass alle Punkte, Maßnahmen und Schritte, welche man derzeit plant, immer unter Vorbehalt zu sehen sind!“ Sollte sich etwa eine neue Virusvariante breit machen, sich innerhalb Neuseelands etwas ändern, wie beispielsweise die Impfkampagne stocken oder es neue wissenschaftliche Erkenntnisse geben, behält sich die Politik unter allen Umständen die Freiheit vor, flexibel auf alle Abweichungen vom heutigen Stand zu reagieren.

Einführung von Pathways für die Einreise 2022

Kurz nach der offiziellen Pressemitteilung der Premierministerin verkündete sogar das ZDF, dass Neuseeland nun die Grenzen für Reisende wieder öffnen werde. „Also ganz so euphorisch wäre ich da nicht“, erklärt Peter Hahn. „Vor allem was den regulären Tourismus anbelangt, gibt es da noch einige Hürden und ziemlich viele Abstufungen, wer künftig ins Land darf und wer nicht.“

Geplant ist derzeit eine dreistufige Kategorisierung nach Low Risk Countries, Medium Risk Countries und High Risk Countries. Anhand welcher Kriterien genau dann diese Einteilung des Herkunftslandes eines Einreisenden getroffen werden, ist noch nicht bekannt. Wenn alles nach Plan verläuft, ohne dass weitere Anpassungen erforderlich sind, könnte die Grenzöffnung laut derzeitiger Aussage der Politik im ersten Quartal 2022 beginnen. „Wer dann aus einem sogenannten Low Risk Country einreist, doppelt geimpft und getestet ist, muss nicht in Quarantäne“, berichtet Peter Hahn. „Reisende, die aus einem Medium Risk Country ins Land kommen aber geimpft und getestet sind, müssen in eine modifizierte Isolation. Ob dies dann eine verkürzte Quarantäne oder eine Art Selbstisolation ist, steht momentan noch nicht fest“, so der Einwanderungsberater. „Für alle, die aus einem High Risk Country einreisen oder Traveller, die nicht geimpft sind gilt: Sie müssen für zwei Wochen in eine gemanagte Quarantäneeinrichtung.“

Wiedereröffnung Neuseelands für die Welt

Getrennte Familien und Freunde zusammenbringen, den Tourismus ankurbeln, benötigte Arbeitskräfte ins Land holen – die Verbindung von Neuseeland und dem Rest der Welt wird 2022 aller Voraussicht nach wieder in Gang kommen: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass man sich zunächst bei der Einreise erst einmal auf Personen beschränkt, die beispielsweise ein Arbeitsvisum haben oder auf zurückkehrende Neuseeländer. Es könnte auch sein, dass in der ersten Phase der Grenzöffnung nur Reisende aus Low Risk Countries ins Land dürfen“, spekuliert Peter Hahn. „Da könnte es vermutlich noch viele andere Schritte geben oder es wird nach weiteren Unterschieden priorisiert.“ Mehr Details sollen im September bekanntgegeben werden. In der Zwischenzeit will man neue Test-Technologien und Schnelltest-Möglichkeiten, sowie effiziente Scan-Methoden für die Flughäfen suchen und etablieren. Zudem soll es noch bis Ende 2021 ein Pilotprojekt geben, in dem reisende Neuseeländer anstelle der offiziellen Quarantäne nach der Einreise in Selbstisolation gehen sollen.

Neuseeland beliebter denn je

Trotz der monatelangen Abschottung ist Neuseeland heute beliebter denn je. Seit Jahrzehnten sehnt sich die Menschheit nach einem sicheren Zufluchtsort im Krisenfall und immer wieder taucht bei diesen Debatten ganz vorne Neuseeland auf. Die Atomwolke, Vogelgrippe, Schweinepest, Finanzkrisen, Flüchtlingswellen und nicht zuletzt der Klimawandel mit Sturmfluten, Hitzewellen und Waldbränden, sowie die Corona-Pandemie – Forscher haben jetzt erneut herausgefunden, welche Länder im Falle einer globalen Katastrophe die sichersten Orte der Welt sind. In einer neuen Studie der britischen Angelia Ruskin University führt Neuseeland die Liste der fünf sichersten Länder der Welt an. Ihnen werden die besten Chancen ausgerechnet, dass deren Bevölkerung die zukünftigen Bedrohungen und einen globalen Zusammenbruch der Gesellschaft überstehen könnten. Mit auf der Liste stehen auch Grönland, Großbritannien, Tasmanien und Irland. Aled Jones vom Global Sustainability Institute der Universität erklärte, dass komplexe Gesellschaften und ein Inselstatus die besten Voraussetzungen seien, im Notfall auch entsprechende Kapazitäten zu haben, autonom zu funktionieren. Untersucht und eingestuft wurden dabei die Fähigkeit, im Krisenfall selbst Nahrung für die Bevölkerung anzubauen, die Grenzen vor Massenmigration zu schützen, ein autonomes Stromnetz und Produktionskapazitäten aufrechterhalten zu können.

Neben dem Trumpberater und amerikanischen Investor Peter Thiel aus dem Silicon Valley hat sich kürzlich auch Google Boss Larry Page die neuseeländische Residency über die Investor Kategory gesichert. Auch Peter Hahn kann den Trend bestätigen: „Das Interesse an Neuseeland als ‚safe haven‘ ist riesengroß. Ich vermute mal, dass sich die Einwanderung parallel zur Grenzöffnung ebenfalls wieder normaler entwickeln wird im Laufe des nächsten Jahres“, resümiert der Einwanderungsberater. „Die Wirtschaftslage zeigt deutlich, dass Neuseeland Kapazität hat, attraktiv ist und es einen großen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften gibt!“

 

Zumindest gibt es jetzt ein Licht am Ende des Tunnels der Abgeschiedenheit. Am Ende ihrer Rede zitierte Premierministerin Jacinda Ardern den wissenschaftlichen Berater Professor Skegg: „Es wird wie nach 9/11 sein, die Grenze wird nie wieder so funktionieren wie vor COVID. Dinge können sich ändern aber die Menschheit kann darauf reagieren und wir können uns auf Neues einstellen. Irgendwann wird sich dann das Neue wieder ganz normal anfühlen.“

Impfungen, Testungen an den Grenzen und das Überwachen von Symptomen wird künftig bei internationalen Reisen zur unverzichtbaren Grundlage werden. „Eine gänzlich quarantänefreie Reiseoption für Touristen nach Neuseeland wird realistisch jedoch noch ein paar Monate dauern.  Aber dass eine Zuflucht nach Neuseeland überhaupt wieder möglich wird, ist doch die beste Aussicht momentan“, schließt Peter Hahn.

Neuausrichtung der Einwanderungsrichtlinien

Erste mögliche Lücken für Investoren

Die Ankündigung der Rede des neuseeländischen Ministers Stuart Nash klang vielversprechend und sollte bahnbrechende Neuigkeiten enthalten. In Vertretung des Immigrationsministers Chris Faafoi schien es, als würde die neuseeländische Einwanderungspolitik gerade neu geschrieben. Die Regierung spricht von einem ‚Reset‘ der Einwanderungsrichtlinien nach der Wiederöffnung der Grenzen. Alles solle anders werden, so die Tendenz. Keine ausländischen Arbeitskräfte mehr im Billiglohnsegment, weniger temporäre Visa. De facto gab es bislang kaum Neuigkeiten. Viele Medien und Wirtschaftsvertreter zogen enttäuscht und mit Unverständnis von dannen. Nur für Investoren wird es jetzt schon interessant. Auch die Möglichkeiten für die Beantragung von Work Visa könnten zukünftig einfacher werden, so der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington.

Die Zahlen ändern sich

Normalerweise reisen pro Jahr mehr als sieben Millionen Menschen nach Neuseeland. Touristen, temporäre Arbeitskräfte und Einwanderer träumen von einer Zeit in Aotearoa. Nach den Grenzschließungen im März 2020 ging die Zahl der Einreisenden drastisch zurück. Insgesamt nur 165.000 Menschen gelangten bis März 2021 nach Neuseeland. Die Effekte auf die Wirtschaft durch den fehlenden Tourismus, ausbleibende internationale Schüler und Studenten und besonders auf den Gastronomiebereich sind drastisch. Seit Juni 2020 gelangten nur rund 8.000 sogenannte Critical Worker ins Land, die für ein wenig wirtschaftliche Erholung in den Bereichen Ingenieurs- und Finanzwesen, Forschung, Entwicklung, Digitalisierung und IT, in der Filmindustrie und im Agrarbereich sorgen konnten.

So kamen beispielsweise 80 Prozent der Anträge, die in der Skilled Migrant Kategorie im vergangenen Jahr gestellt wurden von Bewerbern, die bereits in Neuseeland ansässig sind. „Ausländische Anträge werden derzeit in diesem Bereich auch gar nicht bearbeitet“, erklärt der Neuseelandexperte Peter Hahn. Er verfolgt die Entwicklungen derzeit für seine Kunden und deutsche Interessenten sehr genau.

Immigration Reset

Der Minister sprach in seiner Rede von einem ‚Immigration Reset‘ nach der Pandemie. Dabei ginge es nicht nur um bloße Reduzierung der Einwanderungszahlen, sondern auch um die richtigen Entscheidungen, die richtigen Menschen, die helfen könnten, zum Wirtschaftsaufschwung nach COVID19 beizutragen. Eine der Schlüsselkategorien hierfür sei eine neue Strategie, die hochdotierte, internationale Investoren anziehen soll. Die Regierung verspricht sich dadurch mehr Produktivität, Wissen, neue Ideen, Talent, Beziehungen und das Etablieren neuer Technologien. „Um diese Strategien zu unterstützen und in die Realität umzusetzen, wird eine neue Sondergenehmigung, eine Einreisemöglichkeit für Investoren trotz der Grenzschließung, ins Leben gerufen“, erklärt Peter Hahn. „Und das wird jetzt schon für potenzielle deutsche Investoren interessant.“

Innovative Partnership Programme

Zu den sogenannten ‚Border Exeptions‘, den Ausnahmeregelungen zur Einreise hat die Regierung nun das neue Innovative Partnership Programme hinzugefügt. New Zealand Trade and Enterprise hat dafür ein Investor Programm ausgearbeitet, welches es globalen Firmen und Investoren ermöglichen soll, trotz COVID19-Restriktionen nach Neuseeland einzureisen. Wer kann schon den geeigneten Geschäftspartner per Online-Meeting finden, ohne die Bedingungen und die Schlüsselfiguren vor Ort zu kennen? Mit Hilfe dieser neuen offiziellen Regelung sei es dann den globalen Investoren möglich, trotz der Grenzschließung nach Neuseeland einzureisen. „Über 200 solcher Plätze wurden nun geschaffen und sollen über die nächsten 12 Monate gefüllt werden“, berichtet der Einwanderungsberater Peter Hahn begeistert. „Das wird jetzt für viele interessierte deutsche Investoren eine riesige Chance“, erklärt er. Schon zwei seiner derzeitigen Kunden möchte er mit dieser Strategie schneller zur Einwanderung verhelfen. „Es geht darum, die entsprechenden Investitionsgelder mitzubringen, das ist klar. Aber natürlich sucht man in Neuseeland die Bewerber auch nach Kriterien aus wie Berufserfahrung, Expertise und Beziehungen, welche mitgebracht werden können.“

Normalerweise werden derzeit Anträge aus dem Ausland bei Immigration New Zealand nicht bearbeitet. Selbst wenn ein Jobangebot aus Neuseeland vorliegt, der Antragsteller jedoch sein Formular aus dem Ausland einreicht, sich noch in Deutschland befindet, wird der Antrag nicht bearbeitet. „Die einzige Ausnahme momentan sind tatsächlich Investor Anträge, die ich auch stellen kann, wenn sich die Kunden noch in Deutschland befinden. Allerdings werden die Anträge zum einen nur sehr schleppend bearbeitet und zum anderen, dürfen die Kunden grundsätzlich momentan nicht einreisen. Das bedeutet, dass auch keine Resident Visa ausgestellt werden. Wenn ich jetzt aber meine Investor-Kunden über das neue Innovative Partnership Programme erst einmal hier ins Land bekomme, ist ihnen die Bearbeitung ihres Antrags sicher“, gibt Peter Hahn zu bedenken. „Selbst wenn eine Investition oder eine Partnerschaft mit einem neuseeländischen Unternehmen am Ende scheitern, befinden sich die Antragsteller ja dann schon im Land. Und sobald sie hier ‚on shore‘ sind, kriegen wir die Anträge schneller zur Bearbeitung und die Resident Visa werden auch ausgestellt!“ Eine Infobroschüre für Investoren auf Englisch gibt es HIER.

Vorteile auch für Work Visa-Antragsteller in Aussicht

„Auch die Work Visa Policy könnte sich künftig für Antragsteller vorteilhaft entwickeln“, überlegt der Einwanderungsberater laut. Normalerweise bekommt man ohne Work Visa nur schwer einen Job und den Job jedoch nur mit Work Visa. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.“ Ab November müssen sich neuseeländische Arbeitgeber nun aber über ein spezielles Verfahren registrieren, um überhaupt Ausländer anstellen zu dürfen. „Wer folglich durch diesen nicht ganz unaufwendigen Prozess der Akkreditierung geht, ist sich schon darüber im Klaren, dass er ausländische Fachkräfte anstellen möchte, sonst hätte das gesamte Prozedere keinen Sinn gemacht. Für die Arbeitssuchenden im Ausland ist somit diese Hürde bereits genommen und es könnte tatsächlich einfacher werden, einen Arbeitgeber zu finden, der auch bereit ist, Bewerber aus dem Ausland anzustellen.“ Mit einem festen Jobangebot kann dann wiederum ein bis zu dreijähriges Work Visa beantragt werden. „Wie schon erwähnt, der Akkreditierungsprozess für die Arbeitgeber wird jedoch erst im November losgehen.“

Wie es für Arbeitssuchende nach dem temporären Arbeitsvisum auch möglich sein wird, die Residency zu bekommen und ob dann die Skilled Migrant Kategorie künftig noch existieren wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen.

Die Regierung arbeitet derzeit weitere Details der neuen Einwanderungsrichtlinien aus – für Interessierte bleibt es spannend. Peter Hahn behält die Lage für seine Kunden deshalb genau im Auge.

 

 

 

Immigrations-Debatten hinter den Kulissen

Spekulationen über Neuseelands Zukunft

Die Grenzen in Neuseeland bleiben geschlossen, ebenso wie viele Türen für potenzielle Einwanderer. Doch hinter den Kulissen werden unzählige Optionen diskutiert, wie die zukünftige Immigrationspolitik des Landes aussehen könnte. Zugrunde gelegt werden neue Statistiken, Papiere und Wirtschaftsberichte des Landes. Der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington studiert viele der Unterlagen, um für seine Kunden die neusten Entwicklungen im Blick zu haben.

Statistiken in Corona-Zeiten

Neue Wirtschaftsberichte zeigen, dass trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie in Neuseeland ein leichtes Wirtschaftswachstum von zwei Prozent zu verzeichnen ist. Laut des Instituts für Economic Research befürchten jetzt nur noch 16 Prozent aller Firmen, anstelle der 38 Prozent aus den vorangegangenen Quartalen, dass sich die Bedingungen verschlechtern werden. Gestärkt wird die Wirtschaft vor allem durch den boomenden Bausektor. Wirtschaftswissenschaftlerin Christina Leung jedoch betone, dass es für viele Unternehmen in dieser Branche immer schwierige werde, ausreichend geschulte Fachkräfte auf dem inländischen Markt rekrutieren zu können.

Mittlerweile ist die neuseeländische Gesellschaft nach einer kürzlich veröffentlichen Übersicht der Statistikbehörde auf eine Population von gut fünf Millionen Menschen herangewachsen. Prognostiziert war diese Bevölkerungszahl in 2010 erst für das Jahr 2031. Die letzte Million des Zuwachses sei die schnellste gewesen. „In den nächsten zehn Jahren werden alleine rund 40 Prozent der Menschen in der größten Stadt Auckland leben“, befürchtet der Demograf Professor Paul Spoonley von der Massey Universität. „Das wird für die Infrastruktur der Stadt künftig noch größere Probleme mit sich bringen.“ Die landeseigene Geburtenrate sinkt, während die Zuwanderung nach Neuseeland immer schneller voranschreitet.

Die Politik diskutiert nun, vor allem die Zahl der sogenannten Lower-skilled Arbeitskräfte künftig bei der Einwanderungspolitik drastisch zu reduzieren. Es mache keine Sinn Menschen ins Land zu bringen, welche den gleichen oder sogar einen niedrigeren Bildungsstand habe als die Kiwis selbst.

Politik und Prognosen

Derzeit werden in der Politik die bisherigen und mögliche künftige Einwanderungsstrategien unter die Lupe genommen. Vor allem im Tourismusgewerbe, in der Gastronomie und im Landwirtschaftssektor würden bislang viele Billigarbeitskräfte ins Land gelassen, welche der Wirtschaftsentwicklung Neuseelands keinerlei Vorteile brächten, so der Grundkonsens der veröffentlichen Economy Reports. Jeder zehnte Arbeiter in Neuseeland ist ein Ausländer mit einem Work oder Student Visa.

Politische Überlegungen

Stimmen werden laut, die Einwanderungspolitik Neuseelands deutlich zu verschärfen. Dabei sind momentan wohl vor allem Studentenvisa, Saisonal-Arbeiter und Working Holiday Visa im Visier, lässt die neuseeländische Presse verlauten. Laut der neusten Wirtschaftsberichte schneidet die neuseeländische Einwanderungspolitik schlecht ab. Wer wolle schon als Top-Player in der Industrie oder als Weltkonzern in ein Land fern ab jeglicher Weltwirtschaft ziehen? Einwanderer in Neuseeland seien ein erfreulicher und bereichernder Teil für die Gesellschaft, hätten jedoch wirtschaftlich keinerlei messbaren positiven Einfluss, so das vernichtende Urteil der Wirtschaftswissenschaftler.

Arbeitsmarkt in Pandemie-Zeiten

„Man versucht nun herauszufinden, welche Einwanderer Neuseeland wirtschaftlich am meisten nutzen“, erklärt der Neuseeland-Experte Peter Hahn. Seit den 1980ger-Jahren ist die neuseeländische Einwanderungspolitik vom Grundsatz her ähnlich. „Ich sehe all die Versuche, die positiven Effekte der Einwanderer zu messen, völlig zweifelhaft an. Man kann den Einfluss nicht rein wirtschaftlich betrachten, sondern muss Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen“, so die Meinung von Peter Hahn. Der Einwanderungsberater ist seit über 25 Jahren im Geschäft und hat mehrfach bei seinen Kunden erlebt, dass nicht die erste Generation der Einwanderer, sondern meist erst die zweite Generation unter die Lupe genommen werden müsste. „Die Ansprüche an das Leben hier und die Zukunft der Kinder der Einwanderer zeigen oft erst, was die ursprüngliche Einwanderung bewirkt hat. Aber wie soll man so etwas tatsächlich messbar machen. Das ist gar nicht möglich“, weiß Peter Hahn.

Die Grenzschließungen und Covid19-Pandemie zeigen einmal mehr, dass der neuseeländische Arbeitsmarkt anpassungsfähig ist. „Für die Politik ist dieser Zustand eine gute Ausrede zu beobachten was passiert, wenn die Arbeitgeber gezwungen sind, mit inländischem Personal zu arbeiten, da ja keine neuen Leute mehr ins Land kommen können. Vor allem in Bereichen wie Gastronomie, Altenpflege oder auf Obstplantagen scheint man abwarten zu wollen, wie lange neuseeländische Unternehmer ohne Hilfe von ausländischen Arbeitskräften aushalten können“, gibt der Einwanderungsberater zu bedenken.

Haltung kontra Realität

Erst kürzlich ging der Fall eines zugewanderten Allgemeinmediziners aus Otaki durch die Presse, der seit langem auf die Bearbeitung und Genehmigung seines Residence Antrags warte. „Er darf sich beispielsweise aufgrund der Regelungen kein Haus hier kaufen, hat keinerlei Planungssicherheit“, bestätigt auch Peter Hahn. „Das Ende vom Lied ist nun, dass er Neuseeland verlässt und nach Kanada geht. So ein Einwanderungsfall zeigt deutlich, wo derzeit die Probleme liegen. Gerade im Gesundheitsbereich fehlen solche Fachkräfte an allen Ecken und Enden!“, beschreibt Peter Hahn den momentanen Zwiespalt. „Politische Aussagen und die Medien zeigen eine absolute Stagnation und pessimistische Aussichten für Einwanderer. Meine tägliche Arbeit zeigt jedoch ein anderes Bild. Alle Anträge, beispielsweise für Work Visa oder Critical Purpose Visitor Visa meiner Klienten werden momentan blitzschnell bearbeitet. Wir erhalten oft schon wenige Wochen später Genehmigungen, auf die wir früher manchmal drei Monate lang gewartet haben“, berichtet der Einwanderungsberater aus seinem Alltag. „Allerdings sind das alles Anträge von Personen, die sich bereits in Neuseeland befinden“, fügt er hinzu.

Prognosen

Was genau sich zukünftig im Einwanderungsrecht ändern wird, bleibt zunächst ein Ratespiel. Obwohl die Politik eine deutliche Verschärfung der Einwanderungskriterien diskutiert, sieht es laut Peter Hahn für deutsche Interessierte gar nicht schlecht aus: „Natürlich ist jede Einwanderung sehr individuell. Aber wenn man sich einmal die Bereiche ansieht, die verschärft werden sollen, wird das für Interessierte aus den deutschsprachigen Ländern kaum Auswirkungen haben. Highly-Skilled Einwanderer werden nach wie vor willkommen sein und dazu gehören nahezu alle meiner Kunden!“ Momentan werden sogar Investor-Anträge aus dem Ausland bearbeitet, die seit März 2020 unbearbeitet geblieben sind. „Das zeigt mir schon, dass die Arbeit bei Immigration New Zealand wieder losgeht – wenn auch ganz langsam und sukzessive. Für Interessierte lohnt es sich, die Zeit bis zur Grenzöffnung sinnvoll zu nutzen. So kann man jetzt schon eine Einwanderungsstrategie entwickeln und die nötigen Papiere vorbereiten. Dann ist man gut gerüstet, wenn es wieder richtig losgeht.“

 

Einwander-Versuch in Corona-Zeiten

Möglich oder sinnlos?

 Mit geschlossenen Grenzen, nur wenigen internationalen Flügen und limitierten Plätzen in dezidierten Quarantäneeinrichtungen scheint es zunächst schier unmöglich, nach Neuseeland einzureisen. Dennoch bearbeitet Peter Hahn derzeit Visa- und Resident-Anträge von Deutschen, die gerne nach Neuseeland einwandern möchten. Die Lage scheint also nicht gänzlich aussichtslos, denn wie immer gibt es Ausnahmen.

Drei Unbekannte für Einwanderungsinteressierte

Derzeit gibt es drei Unbekannte, welche die Einschätzung der Einwanderungschancen für Interessierte schwierig gestalten.

Zunächst hat das Immigrationssystem mit vielen Altlasten der vorangegangenen Legislaturperiode zu kämpfen. „Durch die Koalition von Labour mit der NZ First Partei ist in den vergangenen zwei Jahren in Sachen Einwanderung nahezu nichts passiert“, erklärt Peter Hahn die momentane Situation. „Normalerweise wird alle zwei Jahre von der Regierung eine Einwanderungsquote festgelegt. Doch die Parteien konnten sich auf nichts einigen, unter anderem deshalb blieben viele Anträge einfach liegen. Momentan dauert die Bearbeitung eines Residence Antrags an die zwei Jahre!“ Der sogenannte Backlog, führt zu erheblichen Wartezeiten und seit der Wahl ist noch keine neue Einwanderungsquote festgelegt worden.

Eine weitere Unbekannte für Einwanderungsinteressierte ist der Stand der Immigrationsregularien, welche die Labour-Regierung nach und nach neu erarbeiten möchte. So sollen 2021 die Work Visa Policy, die Investor Category und auch das Punktesystem überarbeitet werden. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nur in die Wahlprogramme der Labour Partei blicken, um zu erahnen, in welche Richtung die neue Regierung entscheiden wird“, erklärt der Einwanderungsberater mit seinen über 25 Jahren Berufserfahrung. „Die angestrebten Regelungen haben jedoch keinen großen Einfluss auf die meisten meiner Kunden“, kann er beruhigen. „Viele Maßnahmen zielen auf weniger qualifizierte Antragsteller ab, für welche es dann schwieriger werden wird, nach Neuseeland einzuwandern. Die meisten Deutschen haben gute Qualifikationen, eine solide Ausbildung und bringen entsprechende Berufserfahrung mit, so dass sie von geplanten Änderungen im Wesentlichen unberührt sein sollten.“

Das dritte große Fragezeichen derzeit ist die Covid-19-Pandemie. Wie lange werden die Grenzschließungen noch andauern und wann wird es für Ausländer wieder möglich sein, ohne Sonderregelungen nach Neuseeland einzureisen? „Dies sind Faktoren, die von niemandem beeinflussbar sind und somit zu mehr Unplanbarkeit in den einzelnen Einwanderungsverfahren führen können“, so Peter Hahn stirnrunzelnd.

Ausnahmen bestätigen die Regel

„Ich habe einige wenige Kunden, für die es trotz Grenzschließung möglich ist, von Deutschland nach Neuseeland einzureisen und dann sogar entsprechende Visa-Anträge zu stellen.“ Experten, deren Arbeitskraft dringend im Gesundheitswesen gebraucht wird, haben derzeit in Ausnahmefällen die Möglichkeit, per Sonderreisegenehmigung nach Neuseeland einzureisen. „Zunächst benötigen die Antragsteller eine neuseeländische Berufszulassung, die dann mit recht großem Aufwand von Deutschland aus organisiert werden muss. Dann können sich die Gesundheitsexperten, wie in einigen Fällen beispielsweise Ergotherapeuten oder Nuklearmediziner, einen Job in Neuseeland organisieren. Das ist das geringste Problem“, erklärt der Einwanderungsberater. Auch qualifizierte Veterinäre werden dringend gesucht. „Mit diesen Papieren in der Tasche reiche ich zunächst ein sogenanntes Request for travel to New Zealand ein, woraufhin wir dann eine Invitation to Apply für ein sogenanntes Critical Purpose Visitor Visa erhalten, mit welchem die Personen dann einreisen können. Erst wenn sie hier vor Ort sind, kann ich dann ein Work Visa für sie beantragen.

Quarantäne-Debakel

Eine Hürde bei den Reisevorbereitungen ist jedoch das Management eines Fluges in Kombination mit einer Sonderreisegenehmigung und im gleichen Zeitraum die Organisation eines Platzes in einer der gemanagten Quarantäne-Einrichtungen. Denn jede Person, die einreist, muss in Neuseeland zunächst zwei Wochen in Quarantäne. In den Medien wird immer wieder berichtet, dass Fachpersonal nicht einreisen kann, weil über Monate keine freien Quarantäne-Zimmer mehr buchbar seien. Reisende scheinen aus Panik gleich mehrere Plätze zu buchen, andere Einreisende treten den geplanten Flug erst gar nicht an. So blieben täglich zwischen acht und sechzehn der wenigen heiß umkämpften Zimmer leer. „Diese Meldungen wiederholen sich hier in den Medien ständig. Allerdings hatte ich auch schon einige Kunden, wie beispielsweise Installateure einer österreichischen Fabrikbaufirma, die mit Sondergenehmigung temporär einreisen und hier arbeiten durften. Keiner von ihnen hatte Probleme bei der Organisation der Quarantäneplätze“, berichtet Peter Hahn aus seiner Erfahrung. „Vielleicht gibt es Probleme, wenn man an bestimmten Tagen einen Platz braucht und daher unflexibler suchen muss.“

Zudem kommen etwa 3.600 NZD an Kosten für den vierzehntägigen Aufenthalt in den überwachten Einrichtungen auf die ausländischen Passagiere zu.

Partnership Visa für Multikulti-Paare

Auch für Deutsche, die seit längerem eine feste Beziehung mit einem neuseeländischen Partner haben, gibt es gute Chancen, trotz Grenzschließung nach Neuseeland zu gelangen. „Ganz wichtig ist, dass die Beziehung nicht ‚frisch‘ sein sollte. Also wenn beispielsweise ein Neuseeländer mit seiner deutschen Freundin schon lange Zeit zusammenlebt und gerade in Deutschland ist, kann das Paar auch mit ihren Kindern, nach Neuseeland umziehen“, weiß der Einwanderungsberater. „Zunächst gilt es, das Request for travel to New Zealand zu beantragen. Das ist kein Visum! Danach erhält man eine sogenannte Invitation to apply für ein Critical Purpose Visitor Visa. Das eigentliche Partnerschafts-, Work- oder Resident Visa können wir dann erst beantragen, wenn die Kunden hier in Neuseeland sind!“

Ein Plus für interessierte Investoren

Die Unterlagen von Investoren sind derzeit die einzigen Visa-Anträge von Personen, die sich außerhalb Neuseelands befinden, die überhaupt bei der Immigrationsbehörde bearbeitet werden. „Wer also noch in Deutschland lebt und über entsprechende finanzielle Mittel verfügt, der kann sein Einwanderungsverfahren jederzeit starten oder vorantreiben. Denn bis zur Erteilung der Visa kann es einige Zeit dauern. Selbst wenn das Verfahren genehmigt wird, werden die eigentlichen Visa ausgesetzt und erst dann erteilt, wenn die Grenzen Neuseelands wieder aufmachen und eine Einreise möglich wird“, erklärt Peter Hahn. „Insofern machen hier vorbereitende Maßnahmen absolut Sinn momentan.“

Studenten, Hängengebliebene und langfristige Einwanderer

Wer plant, nach Neuseeland zurück zu gehen, um ein Studium fortzusetzen, kann ebenfalls schon entsprechende Vorbereitungen treffen. „Momentan liegt der Fokus ausschließlich auf Studenten, die schon oder noch ein gültiges Student Visa haben und hier schon angefangen hatten, zu studieren. Viele sind aus den unterschiedlichsten Gründen vor dem Lockdown im Ausland hängen geblieben. Diese sollen nach und nach wieder reingelassen werden. Ob und wann neue Studenten wieder einreisen dürfen, ist momentan noch reine Spekulation. Es spricht dafür, dass Studenten bessere Chancen auf eine frühere Einreise als Touristen haben, denn die Unis und Polytechnics und zum Teil auch Secondary Schools hatten sich sehr an die hohen Studiengebühren der Ausländer gewöhnt, die nun fehlen. Zudem sind die Zahlen der Studenten überschaubarer als die etwaiger Touristen aus aller Welt“, so der Einwanderungsberater.

Peter Hahn kümmert sich derzeit auch um einige Antragsteller, die durch den strengen Lock down in Neuseeland hängengeblieben sind. „Wer hier in Neuseeland hängengeblieben ist, weil die Grenzen geschlossen wurden, bekam sein Besuchervisum immer wieder verlängert. Ich habe mehrere Kunden mittlerweile, die beispielsweise auf Weltreise waren und so nun schon seit über einem Jahr in Neuseeland sind. Einige davon haben sich entschlossen, aufgrund der drastischen Corona-Situation in Deutschland und der entsprechenden Ansteckungsgefahr, hierzubleiben.“ Da die Kunden bereits vor Ort sind, werden ihre Visa-Anträge von Immigration New Zealand bearbeitet.

Für alle andere Interessierten heißt es, erst einmal mit Geduld abzuwarten. „Für mache Bewerber kann es sich lohnen, zumindest vorbereitende Maßnahmen für die Einwanderung zu treffen“, erklärt der Neuseeland-Experte. „Dazu kann beispielsweise gehören, jetzt schon einmal seine Ausbildung bewerten zu lassen.“

Die Aussichten, nach Neuseeland einzuwandern, um der Pandemie zu entkommen, sind derzeit nicht für Jedermann rosig. Doch einige Bewerber haben tatsächlich ganz gute Chancen. „Gemessen an der Tatsache, dass viele Verfahren derzeit nicht möglich sind und einzelne Schritte und Regularien zum jetzigen Zeitpunkt schwer planbar sind, habe ich verhältnismäßig viele Anfragen momentan. Das Interesse an Neuseeland ist ungebrochen!“

Wer darf nach Neuseeland reisen?

Übersicht für Touristen und Einwanderungsinteressierte

Grundsätzlich sind die Grenzen nach Neuseeland zu. Diese drastische Maßnahme hat zur erfolgreichen Unterdrückung der Pandemie in Neuseeland beigetragen. Der Alltag ist in Neuseeland zur Zeit normal, es gibt kaum Beschränkungen, an die man sich halten muß, Masken brauchen nirgendwo getragen zu werden und – ganz wichtig für die neuseeländische Psyche – die heiß geliebte All Blacks Rugby Nationalmannschaft konnte sogar in einem ausverkauften Stadion in Wellington gegen die Wallabies (Australische Nationalmannschaft) spielen.

Dass die australischen Rugbyspieler nach Neuseeland reisen durften, war allerdings eine von ganz wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel die Avatar Crew, die zum Filmen nach Neuseeland kommen durften. Andere internationale Events wie zum Beispiel das ASB Classics Tennis Turnier in Auckland mussten wegen Covid-19 abgesagt werden. Insoweit geht es den Tennisspielern daher wie allen anderen Touristen, die momentan eben einfach nicht nach Neuseeland reisen dürfen. Reingelassen werden nur Einheimische, also neuseeländische Staatsbürger und Resident Visa Halter. Der Rest muss schauen, ob sie durch das enge Nadelöhr der wenigen Ausnahmen passen.

Dass tatsächlich nur wenige internationale Passagiere ankommen, lässt sich anhand der öffentlich zugänglichen Statistik des neuseeländischen Zolls überprüfen. Vor dem Lockdown im März 2020 kamen in den Januar und Februar Monaten 741.574, bzw. 562.467 Passagiere in Neuseeland an. Im April 2020 waren es dann nur noch 6.386 und im Mai sogar nur 5.577. Seit dem steigen die Zahlen wieder langsam, aber im September 2020 lagen wir mit 11.483 Einreisenden immer noch weit hinter den üblichen Zahlen zurück. Kein Wunder also, dass der Tourismus in Neuseeland brach liegt!

Das ist Teil des Preises, den wir dafür zahlen, dass Neuseeland eines der wenigen Länder ist, das die Pandemie unter Kontrolle hat. Momentan sind alle aktiven Covid-19 Fälle importiert – also Neuankömmlinge, die seit März 2020 in Neuseeland eingereist sind. Die genauen Zahlen aktualisiert das Ministry of Health täglich.

Wieviel Passagiere nach Neuseeland reingelassen werden, hängt im Wesentlichen von den Quarantäne-Kapazitäten Neuseelands ab. Momentan gibt es nur 32 Quarantäne Stationen in Neuseeland. Das sind meist Hotels, die eigens dafür ausgerüstet wurden, die Bewohner zu isolieren, Tests durchzuführen und zu überwachen, dass niemand ausbricht. 14 Tage wird man quasi „eingesperrt“, wenn auch mit dem üblichen Luxus eines Hotels.

Die neuseeländische Regierung unter der Leitung der Pemier Ministerin Jacinda Ardern ist kompromisslos, wenn es darum geht die Bevölkerung vor dem Corana Virus zu schützen. Die heimische Wirtschaft leidet zwar unter der schlimmsten Rezession seit 1987 aber Unternehmer sind trotzdem in vielen Bereichen auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Dementsprechend hat die Regierung einige Türen geöffnet, die unter gewissen Voraussetzungen die Einreise von nicht Einheimischen erlaubt. Es müssen so genannte „critical purpose reasons vorliegen, um nach Neuseeland reisen zu dürfen:

  • Lebenspartner von Neuseeländern werden unter bestimmten Voraussetzungen reingelassen.
  • Work Visa Halter, die normalerweise in Neuseeland leben, also quasi Einheimische dürfen ebenso unter gewissen Voraussetzungen nach Neuseeland zurück.
  • Critical health workers, also zum Beispiel Ärzte, Krankenpfleger und andere Gesundheitsberufe.
  • Humanitäre Fälle, also zum Beispiel wenn enge Verwandtschaft hier im Sterben liegt oder ähnlich drastische Umstände
  • Other critical workers, also zum Beispiel Techniker und Ingenieure, die benötigt werden, um nach Neuseeland importierte Maschinen hier zu installieren.

Die Voraussetzungen, die für die oben genannten Ausnahmen verlangt werden, müssen 100 Prozent erfüllt werden. Ermessen wird kaum ausgeübt – wer nicht in die vorgegebenen Schablonen passt, muss zu Hause bleiben. Wie gesagt: kompromisslos!

In der Zukunft kann man damit rechnen, dass sich langsam weitere Türen öffnen. Aber eben nur solange die Quarantänekapazitäten nicht strapaziert werden. So erlaubt die Regierung seit kurzem gewissen Studenten, die hier schon einen Studienplatz haben, nach Neuseeand zurückzukehren. Der Druck der Universitäten, Polytechnics und Schulen auf die Regierung ist groß, denn die Institutionen sind sehr stark auf die International Student Fees angewiesen, um überleben zu können. Es wäre daher nicht überraschend, wenn Studenten als erste wieder nach Neuseeland kommen dürfen.

Vorerst ist aber Geduld angesagt, wie für fast alle, die sich Neuseeland als Reise- oder Auswanderungsland ausgesucht haben. Wenn Sie Ihre Pläne genauer besprechen wollen, können wir gerne ein Beratungsgespräch arrangieren!

Einwanderung bei Wahlen außen vor

Investoren sind die Gewinner in der Krise

Stand, 02. Oktober 2020

Die Wahlen in Neuseeland stehen bevor und die großen Parteien halten sich bezüglich der künftigen Immigrationspolitik in ihren Wahlprogrammen bedeckt. „Das gab es die letzten Jahrzehnte noch nie, dass die Politik in Schockstarre verfällt und sich niemand traut, neue Absichten oder mögliche Änderungen bezüglich der Einwanderung nach Neuseeland offiziell in seinem Wahlprogramm bekanntzugeben“, erklärt der Immigrationsberater Peter Hahn mit Kopfschütteln. Dennoch geht die Bearbeitung von einigen Anträgen im überlasteten System weiter. Investoren gehen momentan als Gewinner der Situation hervor.

 

Wahlprogramm ohne Einwanderungspolitik

Neuseeland befindet sich derzeit in einer Rezession und steht im Gegensatz zum Nachbarland Australien wirtschaftlich schlechter da. Mitte Oktober finden die Parlamentswahlen statt und weder Labour noch die National Partei gehen das Risiko ein, sich pro oder kontra Einwanderung festzulegen. Ein Wahlprogramm ohne das sonst so bedeutende Thema Immigrationspolitik ist ungewöhnlich. „Das Risiko durch die eine oder andere Tendenz Wählerstimmen zu verlieren, ist den Parteien scheinbar zu groß“, kommentiert Peter Hahn die Situation. Nur die rechtsgerichtete Partei NZ First erwähnt, dass die Einwanderungsquote auf 15.000 pro Jahr reduziert werden solle. Die Grünen haben immerhin ein zweiseitiges Dokument zur künftigen Migrationsabsicht in ihrem Manifest. „Es ist verrückt und enttäuschend zugleich“, erklärt auch David Cooper, von Malcom Pacific Immigration in den neuseeländischen Medien. Neuseeländische Firmen müssen wissen, ob sie nun Zugriff auf ausländische Fachkräfte bekommen können, wenn die notwendige Expertise in Neuseeland fehlt. Momentan wird nur eine Grenzkontrolle betrieben, das ist keine Einwanderungspolitik!“

 

Backlog und die Corona-Pandemie

Hinzu kommt, dass der Berg von unbearbeiteten Anträgen immer größer wird. „Schon jetzt ist der sogenannte Backlog groß genug, um eine typische Einwanderungsquote für zwölf Monate zu füllen. In den letzten zwei Jahren konnte man sich aber selbst innerhalb der Koalitionsregierung nicht auf eine neue Jahresquote einigen. So kann nicht weiter verfahren werden“, gibt auch der langjährige deutsche Immigrationsberater Peter Hahn zu bedenken. Solange NZ First mit in der Regierung sitzt, wird es schwierig werden für jede Partei, auf Herausforderungen der Migrationspolitik zu reagieren. Wird ein Problem gelöst, kreiert sich ein neues und so passiert gar nichts mehr.“

Durch den Lockdown nach Covid19 kam die Bearbeitung aller Anträge aus dem Ausland für viele Monate komplett zum Erliegen. Auf der anderen Seite gewinnt Neuseeland durch sein gutes Management in der Pandemie-Situation an Popularität. „Man hat die Situation hier gut im Griff und das Leben hier fühlt sich wirklich normal an. Restaurants und Schulen sind offen, nur die Grenzen sind eben zu“, beschreibt Peter Hahn die momentane Lage. Im Vergleich zum Rest der Welt führt diese Normalität zu großem Interesse an Aotearoa als Auswanderungsort. Seit April sind deshalb bereits mehr als 40.000 Neuseeländer, sogenannte Expats, im Ausland lebende Kiwis, in ihre Heimat zurückgekehrt. „Für uns als Einwanderungsberater ist es momentan jedoch wahnsinnig schwierig, die Interessierten wirklich zu beraten. Was heute Gesetzesgrundlage ist, kann sich in wenigen Monaten bereits geändert haben. Welche Regelungen gelten dann in ein paar Monaten? Selbst wenn man ein temporäres Arbeitsvisum bekommt, hat man damit auch langfristig die Möglichkeit zu bleiben? Diese Ungewissheit schreckt manche, dringend benötigte Fachkräfte, ab. Die Einwanderungspolitik ist nahezu unvorhersehbar geworden, keiner weiß wirklich, was passieren wird. Nicht einmal die Insider in der Regierung oder bei Immigration New Zealand wissen, wie es weitergeht.“

 

Investoren sind die Gewinner

Grundsätzlich werden derzeit nur Visa bearbeitet, die von Antragstellern eingereicht werden, die sich bereits in Neuseeland befinden. „Hierbei gibt es jedoch zwei Ausnahmen – Partnerschafts Visa und Investoranträge. Monatelang passierte gar nichts, jetzt haben wir gleich drei ‚Invitations to Apply‘ erhalten. Man kann dann offiziell alle nötigen Unterlagen einreichen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass man sich doch um die finanzkräftigen Antragsteller bemüht hier in Neuseeland.“ Aus seinen über 25 Jahren Arbeitserfahrung weiß Peter Hahn auch, dass gerade diese Antragsteller eine Auswanderung oft langfristig planen. „Das passt jetzt natürlich super in die momentane Lage, denn wenn der Antrag bearbeitet wird, hat man letztendlich mehrere Jahre Zeit, bis man dann wirklich umzieht. Da die Grenzen ja zu sind, wird es jetzt so gehandhabt, dass wir für unsere Investorkunden zwar Anträge genehmigt bekommen, das eigentliche Visum aber erst erteilt wird, wenn sich die Grenzen irgendwann einmal wieder öffnen.“ Dennoch bedeutet das für alle Interessierten, die mit Hilfe ihres Kapitals auswandern können: Momentan stehen die Chancen deutlich besser nach Neuseeland einwandern zu können als für viele andere.

Neuseelands Zukunftsaussichten

Covid19 – Der Einfluss der Pandemie auf  Einwanderung und Neuwahlen

Stand 17. August 2020

Neuseeland als Einwanderungs-Domizil wird immer attraktiver. Es ist das einzige Land, welches Covid19 tatsächlich im Griff zu haben scheint. In Aotearoa fand sogar das Leben über 100 Tage lang ganz normal statt, die Schulen waren geöffnet, es gab keine Abstandsregelungen, keine Maskenpflicht. Egal ob ein entspannter Restaurantbesuch, ein Abend beim beliebten Rugbyspiel oder ein Konzertevent – alles war möglich. Vor wenigen Tagen wurden dann vier neue Corona-Fälle in Auckland entdeckt. Jetzt ändert sich das Leben auch für die Neuseeländer wieder. Doch der Einfluss der Covid19-Pandemie auf Neuseelands Alltag ist viel geringer als in Deutschland. Nur beim Thema Einwanderung und die anstehenden Parlamentswahlen sieht es schwieriger aus.

„Normalerweise konkurrieren die USA, Kanada und Australien um die begehrten Einwanderer, Neuseeland liegt nur an vierter Stelle“, erklärt der Neuseeland-Experte und langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington. „Durch das gute Corona-Management unserer Premierministerin Jacinda Ardern haben wir ganz wenige Corona-Fälle im Land und damit steigt der Beliebtheitsgrad von Neuseeland in Zeiten der weltweiten Katastrophenmeldungen über die Pandemie deutlich.“

 

Neue Covid19-Fälle im Corona-freien Land

Jetzt nach Monaten des Corona-freien Alltags in Aotearoa sind erneut vier Fälle von Betroffenen in Auckland aufgetaucht. Doch das könnte erst der Anfang sein, denn Experten vermuten, dass das Virus bereits einige Wochen in der Millionenmetropole vorhanden ist. Die Zahl der infizierten stieg binnen 48 Stunden bereits auf 17 an. Die Quelle des Erregers ist noch nicht ganz klar, doch die Vermutung liegt nahe, dass es Einreisende waren, die unerlaubter Weise aus Quarantänehotels ausgebrochen waren, Sicherheitspersonal an Flughäfen oder Quarantäneunterkünften oder andere Personen, die mit den Reisenden oder Kiwi-Rückkehrern in Berührung kamen. Immer wieder sorgen Ausnahmeregelungen für Unmut und machen Negativ-Publicity in der Presse. Ein Flugzeug voll Animationsspezialisten, die für die Avatar-Filme von James Cameron eingeflogen wurden, Immigranten mit Sondergenehmigungen, Bauexperten – obwohl offiziell im Augenblick nur neuseeländische Staatsbürger und Residents einreisen dürfen, kamen über die letzten Wochen unzählige Menschen ins Land. Das Inseldasein und somit die Grenzkontrollen sind in Neuseeland sicherlich einfacher durchzuführen als beispielsweise in Deutschland, doch ganz verschließen kann auch das kleine Land seine Tore zur Welt nicht. Auckland bekam jetzt erneut den Lock down in Alert Level 3, der Rest Neuseelands verharrt nun für zwei Wochen in Alert Level 2. Wo man noch vor Tagen die Grenzen für Cook Island-Bewohner öffnen wollte, um die Erntehilfe der kommenden Saison sicher zu stellen, ist jetzt an Einwanderung, auch temporärer Migranten, erst einmal nicht mehr zu denken.

 

Status Quo der Einwanderung im August 2020

Schon lange stand die neuseeländische Einwanderungsbehörde unter Beschuss. Der Immigrationsminister Ian Lees-Galloway wurde mittlerweile durch Chris Faafoi ersetzt. „Die wichtigste Information für Einwanderungsinteressierte ist: Derzeit werden nur Anträge von Personen bearbeitet, die bereits vor Ort in Neuseeland sind“, berichtet Peter Hahn von der aktuellen Einwanderungssituation in Neuseeland. „Das sind beispielsweise Leute, deren Arbeitsvisum ausläuft oder die mit einem Arbeitsvisum im Land sind und die Residency (uneingeschränkte Aufenthaltserlaubnis) beantragt haben.“ Zudem existiert seit 2018 aus diversen Gründen bei Immigration New Zealand ein Backlog, ein Rückstau von Skilled Migrant Anträgen, deren Zahl sich mittlerweile auf über 38.000 beläuft. Neuseeland kämpfte schon vor der Corona-Pandemie mit Altlasten. „Viele dieser oft über eineinhalb Jahre alten Anträge in der Warteschleife sind von ehemaligen Studenten aus China oder Indien. Mit einem Student Visa konnten seit der Einführung vor 15 bis 20 Jahren bis vor rund einem Jahr viele junge Menschen relativ einfach nach Neuseeland kommen, hier studieren, dann arbeiten und letztendlich auf diesem Weg auch einwandern. Das waren allerdings häufig unerfahrene Arbeiter, die oft auf nicht so hohem Bildungslevel standen“, weiß der Einwanderungsberater. Durch diverse Änderungen im Immigrationsrecht gelten ähnliche Regelungen jetzt nur noch für Studenten, die an den Universitäten ihre Ausbildung machen und mindestens mit einem Bachelor abschließen.

 

Geplante Änderungen im Zuge der Neuwahlen

Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Labour-Premierministerin Jacina Ardern bei den Neuwahlen Mitte September wiedergewählt wird. „Ein Blick in ihr Wahlprogramm gibt uns Einwanderungsberatern dann auch einen groben Kurs für die nächsten Monate und Jahre an“, verrät Peter Hahn. „Wo man früher eher auf junge Einwanderer setzte, würde Labour dann die Punkteanzahl für die unterschiedlichen Alterskategorien verändern. So hofft man in Kombination eines Mindestgehalts von 25,50 NZ$ pro Stunde auf erfahrenere und qualifiziertere Immigranten in der Skilled Migrant Kategorie. Bisher stuft man beispielsweise das Alter der Bewerber bis 39 Jahre ein und vergibt dafür 30 Punkte, 40 bis 44-Jährige erhalten 20 Punkte, danach gibt es nur noch zehn Punkte und so weiter. Der neue Plan wäre, den Antragstellern bis 45 Jahre einheitlich Punkte zu geben, also keine Jüngeren mehr zu bevorzugen.“ Auch ein Studium soll dann keine Bonuspunkte mehr bringen. Die Listen der gesuchten Berufe würden nach Wunsch von Labour zudem regionaler werden, damit die ausländischen Fachkräfte tatsächlich dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.

 

Aussichten für deutsche Einwanderer

„Eigentlich sind die geplanten Änderungen im Einwanderungsrecht, die Labour bei einer Wiederwahl umsetzen möchte, ganz im Sinne meiner deutschen Kunden“, berichtet Peter Hahn. „Wir haben so gut wie keine Klienten, die nicht die erforderlichen Mindestgehälter verdienen und Alter und Berufserfahrung erfüllen sie zumeist auch. Insofern sieht es langfristig gar nicht schlecht aus!“ Der einzige Negativaspekt im Augenblick ist die anhaltende Schließung der neuseeländischen Grenzen. „Momentan kommen weder Touristen noch deutsche Bewerber ins Land, die noch in Europa oder sonst irgendwo auf der Welt sind. Wie schon erwähnt, werden momentan deshalb auch nur Anträge von Leuten der langen Warteliste abgearbeitet, mit Priorisierung der Antragsteller, die sich bereits in Neuseeland befinden. Häufig beantragen wir das Work Visa und das Residence Visa gleichzeitig, denn ein Arbeitsvisum geht immer noch viel schneller als die Bearbeitung eines Residence Antrags. Im Moment werden aber leider keinerlei Anträge aus Deutschland bearbeitet – auch wenn es immer wieder Ausnahmen und umstrittene Sondergenehmigungen gibt. Für meine deutschen Kunden heißt das im Augenblick, Geduld haben und einfach schon mal vorbereitende Maßnahmen für die Einwanderung treffen“, so der Neuseeland-Experte. „Da kann man in vielen Fällen schon einiges hinter den Kulissen unternehmen und die Zeit sinnvoll nutzen.“

 

Einreise trotz Grenzschließung

„Trotz der Grenzschließungen können Expats, also Kiwis, die im Ausland gelebt haben (davon gibt es rund eine Million), zurück in ihre Heimat kommen“, erklärt Peter Hahn. „Und das tun aufgrund der weltweiten Lage mit Covid19 auch sehr viele. Neuseeland ist und bleibt beliebt. Die Regierung regelt jedoch strikt, wer wann einreisen darf, denn die Gesamtzahl ist derzeit auf 228 in Auckland und Wellington begrenzt. Jeder Einreisende muss für zwei Wochen in streng überwachte Quarantäne-Einrichtungen und wird mehrfach auf das Corona-Virus getestet. „Bislang zahlte diesen Aufenthalt die Regierung, künftig müssen viele der Einreisenden jedoch rund 3.100 NZ$ (etwa die Hälfte) aus eigener Tasche begleichen“, erklärt der Neuseeland-Experte die aktuelle Entwicklung. Immer wieder bringen Einreisende Covid19 in die Quarantäneunterkünfte. Bislang glaubte man, durch die verschärfte Überwachung und die strikten Regulierungen das Virus auf diese Weise sehr gut isolieren zu können, so dass keine wirkliche Bedrohung für den Rest des Landes bestehe. „Allerdings zeigt der aktuelle Ausbruch nun wieder ein ganz anderes Bild“, gibt Peter Hahn zu bedenken. „Immigranten sind in so einer Situation natürlich das letzte, woran die Regierung denkt. Sie konkurrieren mit Neuseeländern auf dem ohnehin schon angespannten Arbeitsmarkt und bergen das Risiko, das Virus immer wieder erneut mit ins Land zu bringen. Auch wenn das natürlich langfristig kurzsichtig gedacht ist, spiegelt das leider die momentane Lage wider.“

Die neuseeländische Regierung möchte die Pandemie um jeden Preis kontrollieren, sogar ganz ausmerzen, weshalb auch nur bei einer verhältnismäßig kleinen Anzahl voll Fällen sofort scharf reagiert wird. „Und für Einwanderungsinteressierte, bedeutet das erst einmal Ausharren und nur im Hintergrund die Immigrationspläne vorzubereiten“, resümiert der erfahrene Einwanderungsberater. Offiziell bleiben die Grenzen weiterhin für die breite Masse geschlossen.

Einwandern in der Corona-Krise?

Überblick: Immigrations-Situation Neuseeland in der Corona-Krise

Stand 05. Juni 2020

Neuseelands Führungsspitze mit Jacinda Ardern als junger und dynamischer Premierministerin wird weltweit für das Krisenmanagement in Zeiten der Corona-Pandemie gelobt. Man hätte vorbildlich gehandelt und es auf diese Weise sogar geschafft, das Corona-Virus nahezu ganz aus dem Land zu verdrängen. Jedoch muss auch Neuseeland für die drastischen Maßnahmen einen teuren Preis bezahlen. Der Tourismus kam gänzlich zum Erliegen und auch viele andere Teile der Wirtschaft sind drastisch eingebrochen. Doch was bedeutet die Corona-Krise nun für viele Deutsche, die eigentlich nach Neuseeland einwandern wollten?

Rückblick

Nur 22 Tote in ganz Neuseeland, die mit aber nicht zwingend durch Corona verstorben sind. Mit so einer niedrigen Zahl können nur wenige Länder der Welt in den schwierigen Zeiten der Corona-Krise aufwarten. „Die neuseeländische Regierung hielt sich sehr genau an die Empfehlungen des Director of Health, Ashley Bloomfield, so dass teilweise der Eindruck entstand, dass alle Amtsgeschäfte während der Krise auf ihn übertragen wurden. Er lebt hier bei mir um die Ecke“, berichtet der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington. „Hier in Neuseeland war der sogenannte Lock down auf der höchsten Stufe, Level 4, strenger als in Deutschland und alle Kiwis haben sich irgendwie damit abgefunden, ohne auf die Straßen zu gehen und zu demonstrieren“, so Peter Hahn über die letzten Wochen downunder.

Mittlerweile ist das kleine Land im Pazifik mit seinen nur rund fünf Millionen Einwohnern fast wieder bei einer gefühlten Normalität angelangt. Stand 3. Juni 2020 gibt es nur einen aktiven Fall und seit 10 Tagen keine neuen Infizierten. Ab nächster Woche dürfen die Restaurants deshalb ihre Gäste mit weniger Einschränkungen begrüßen und die meisten Unternehmen laufen bereits wieder. „Bei uns gab es auch nie eine offizielle Maskenpflicht wie in Deutschland“, so Peter Hahn. „Allerdings sind das nur die augenscheinlichen Lockerungen für uns hier im Alltag. Ein ganz entscheidender Punkt ist, die Grenzen sind und bleiben auf unbestimmte Zeit zu!“

Einreise-Stopp für Touristen

Derzeit wird diskutiert, ob man zunächst ein Abkommen mit anderen nahen Inselstaaten trifft und beispielsweise Australier und Bewohner von den Pazifischen Inseln zuerst wieder ins Land lässt. Kürzlich wurde auch eine umstrittene Sonderregelung getroffen, bei der seit Monaten das erste Langstreckenflugzeug aus Los Angeles mit Sondergenehmigung in Wellington landete. An Bord waren nur Filmleute, die dringend für die Produktion der Avatar-Verfilmungen von James Cameron gebraucht werden. Alle Passagiere, Facharbeiter, die in der Filmindustrie tätig sind, müssen sich jedoch zunächst für zwei Wochen in Quarantäne begeben. „Dieser Zug der neuseeländischen Regierung war natürlich sehr umstritten, denn viele Arbeitgeber hier warten verzweifelt auf die Rückkehr ihrer Angestellten, die sich zum Zeitpunkt des Lock downs im Ausland aufhielten“, erläutert der Immigrations-Berater die momentane Lage. „Ich habe auch deutsche Kunden, die jetzt in Deutschland festhängen, da sie mit ihren Arbeitsvisum für Neuseeland hier nicht wieder einreisen dürfen.“ Nur die sogenannten Residents (Personen mit der neuseeländischen Aufenthaltsgenehmigung) und neuseeländische Bürger haben in der jetzigen Situation überhaupt die Möglichkeit, mit zweiwöchiger Quarantäne nach Neuseeland einzureisen – wenn überhaupt ein Flugzeug fliegt. Die meisten internationalen Maschinen stehen derzeit am Boden. Auch für wenige humanitäre Fälle gibt es Ausnahmen. Anders als in Europa oder in den USA sind die Grenzen sogar für andere Visahalter, wie Studenten und natürlich Touristen nach wie vor geschlossen.

Priorisierung von Anträgen

„Während des Lock downs kam so auch die neuseeländische Einwanderungsbehörde komplett zum Erliegen“, weiß Peter Hahn. „Sämtliche Zweigstellen in China, Indien, anderen Ländern und natürlich hier in Neuseeland waren dicht. Bearbeitet wurden nur noch Notfälle, wie beispielsweise Arbeitsvisa von Personen, die hier im Gesundheitswesen tätig sind. Wenn deren Work Visa in dieser Zeit ausliefen und dringend Verlängerungen benötigten, wurden sie bearbeitet. Alle anderen Anträge, die sich ja ohnehin über die letzten Monate extrem verzögerten, wurden nun gar nicht mehr angesehen.“ Seit 14. Mai sind nun einige Branchen von Immigration New Zealand wieder geöffnet, dennoch liegt die Kapazität momentan vermutlich bei nur rund 50 Prozent. „Im Augenblick werden Anträge jeglicher Art priorisiert, bei denen sich die Antragsteller bereits in Neuseeland befinden, denn die Grenzen sind ja dicht“, erläutert Peter Hahn die Lage aus seinem Erfahrungsumfeld. „Ich vermute mal, man debattiert gerade wohl auch, dass zuerst wieder Studenten mit Student Visa ins Land gelassen werden könnten. Bei diesem Szenario würden dann vermutlich die internationalen Studenten mit einem gesonderten Charterflug ins Land gelangen, die Universitäten müssten sich um die Einhaltung der Quarantäne kümmern“, mutmaßt der Einwanderungsberater mögliche Lockerungen. „Das würde laut Medien pro Student rund 80.000 NZD in Aucklands Kassen bringen, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.“

Jobsuche wird schwieriger

Ganz anders sieht es bei anderen Einwanderungsanträgen aus. „Alle Personen, die auf ein Jobangebot in Neuseeland angewiesen sind, um einzuwandern, für die sieht es im Augenblick schwieriger aus“, erklärt der Einwanderungsberater. „Für meine Kunden, deren Verfahren gerade am Laufen sind, geht die Betreuung natürlich weiter und für die, die am Anfang stehen, können wir momentan nur vorbereitende Maßnahmen treffen“, so Peter Hahn. Die Problematik liegt auf der Hand, viele Neuseeländer entdecken ihre recht sichere Heimat in Pandemiezeiten neu und entschließen sich, ins Inselidyll zurückzukehren. Zudem brachen viele Wirtschaftszweige wie die Gastronomie oder die Tourismusbranche komplett zusammen.

„Derzeit stehen viele Neuseeländer auf der Straße und machen so Migranten bei der Jobsuche Konkurrenz. Immigration New Zealand vergibt Work Visa grundsätzlich nur, wenn nachweislich keine Neuseeländer für die Stelle zur Verfügung standen“, erklärt Peter Hahn die Misere. „Allerdings muss man auch sagen, dass beispielsweise ein Koch eben nur wieder als Koch eine Stelle finden kann und nicht als IT-ler. Und einige Technik- und IT-Bereiche sind jetzt schon überlastet. Auch hochqualifizierte Handwerker gibt es nicht genug im Land. Insofern wird der Punkt irgendwann kommen, wo man solche Fachkräfte auch wieder aus dem Ausland holen muss“, prognostiziert der Neuseeland-Experte.

Gute Chancen für Investoren

Eine Ausnahme bilden momentan allerdings Investoren, die nach Neuseeland einwandern wollen. Gerade durch das gute Krisenmanagement während der Corona-Pandemie und das nun sichere, nahezu virenfreie Umfeld mit atemberaubender Naturkulisse, macht Neuseeland für viele Anleger interessant. Der gute Ruf eilt dem kleinen Land voraus. „Ich habe derzeit einige Investor-Kunden, die jetzt überlegen, sich aufgrund der internationalen Krisen-Situation in Neuseeland niederzulassen. Dementsprechend bereiten wir derzeit einige Investor Anträge vor und haben diese zum Teil auch schon während des Lock downs eingereicht.“

Die große Frage für viele Einwanderungsinteressierte bleibt, wie es in den nächsten Monaten weitergehen wird. „Das ist genau der Preis, den wir hier alle gerade bezahlen, denn diese Prognose, wagt keiner zu stellen in der jetzigen Situation. Die Grenzen sind und bleiben offiziell erst einmal zu. Und wie sich die Lage bei den Einwanderungsbehörden entwickelt, die ohnehin schon mit einem Rückstau von hunderten von Anträgen aus der Zeit vor der Krise kämpfen müssen, ist derzeit überhaupt nicht absehbar. Wir beobachten die Situation jedoch für unsere Kunden genau und werden jede Lücke und Lockerung in den nächsten Wochen versuchen, zu nutzen“, so das Fazit des Einwanderungsberaters.

Wer auf dem aktuellen Stand gehalten werden will und immer über die neusten Geschehnisse in Sachen Einwanderung nach Neuseeland informiert werden will, kann hier auf der Homepage unverbindlich den Newsletter von Peter Hahn abonnieren.
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Neuseeland hat die Nase vorne

Weltvergleich: 4. Platz bei OECD-Länder-Studie

Stand Juni 2019

Was macht Neuseeland so attraktiv für Einwanderer, Geschäftsleute und Studenten aus aller Welt? Die neuste OECD-Länder-Studie nimmt die unterschiedlichsten Gesichtspunkte unter die Lupe. Doch häufig unterscheiden sich die rein statistischen Faktoren für viele Deutsche von den wahren Einwanderungsgründen.

OECD ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in der 36 Mitgliedstaaten zusammengeschlossen sind.

In Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung erstellte die OECD nun erneut eine Studie, in welchen Ländern hochqualifizierte Zuwanderer die besten Chancen vorfinden, wo sie besonders willkommen sind und wo man mit seinen Qualifikationen am ehesten Fuß fassen kann. Das kleine Neuseeland liegt in vielen Punkten weit vor Deutschland.

Zu Migranten werden in der Studie sowohl Arbeitskräfte wie auch Unternehmer und Studenten gezählt. Im Verfahren werden bestimmte Bedingungen für talentierte Einwanderer in den Mitgliedstaaten verglichen, sowie deren Attraktivität für verschiedene Migrantengruppen. Bewertet wurden unter anderem die Aufstiegschancen, das Einkommen und die Steuern, die Zukunftsperspektiven für Migranten, das soziale und Familienumfeld, Bildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten im Land, sowie die gesellschaftlichen Integrationschancen und ganz generell, die Lebensqualität. Jeder der sieben Indikatoren wurde wiederum in bestimmte Bewertungsfaktoren unterteilt, wie beispielsweise die Arbeitslosenquote, die Steuerrate für Großverdiener, die Ergebnisse der Pisa-Studie im Bereich Mathematik oder die Gleichberechtigung der Geschlechter.

In der Gesamtauswertung liegt so Australien im Ländervergleich auf Rang 1 vor Schweden, der Schweiz und Neuseeland auf Platz 4. Deutschland hat es nur auf den 12. Platz geschafft.

„Wenn wir Deutsche fragen, wohin sie am liebsten auswandern, dann spielen ganz andere Faktoren eine Rolle“, erklärt der deutsche Einwanderungsberater Peter Hahn. „Zunächst einmal spielt die Sprache eine Rolle. Insofern kommen meist überhaupt nur englischsprachige Länder in Frage. Dann sollte eine stabile Wirtschaftslage gegeben sein, und die Kultur sich nicht gänzlich von unserer westlichen Lebensweise unterscheiden. So sind die Favoriten neben den USA und Kanada, eben Australien und Neuseeland.“

Im Ländervergleich werden auch die verschiedenen Migrantengruppen unter die Lupe genommen. Für Studierende ist beispielsweise die Schweiz am attraktivsten, gefolgt von Norwegen und Deutschland.

Aufgrund der hohen Studiengebühren für Ausländer landen hingegen Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien weiter hinten. Dies ist jedoch die einzige Sparte, in der Deutschland besser abschneidet als Neuseeland.

Es wird beispielsweise auch in potenzielle Migranten mit Master oder Doktortitel unterschieden. Für Unternehmer und Existenzgründer sieht das Ranking ganz anders aus als bei Studierenden. Hier finden Bewerber in Kanada die besten Voraussetzungen, dicht gefolgt von Neuseeland, der Schweiz, Schweden und Norwegen. „Neuseeland macht man es Geschäftsgründern wirklich sehr einfach, ein Business zu eröffnen. Auch die Steuergesetzgebung ist wesentlich unkomplizierter als in Deutschland“, weiß Peter Hahn.

Mit dem Vergleich der OECD-Länder nach den unterschiedlichsten Indikatoren können Interessierte nun die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Landes aus der Sicht der Zuwanderer kennenlernen. Die Webseite der OECD-Studie erlaubt sogar eine eigene Gegenüberstellung zweier ausgewählter Länder im direkten Vergleich.

„So eine Studie ist aber natürlich eine sehr nüchterne Betrachtung bestimmter Faktoren. Für viele Deutsche zählen da wesentlich subjektivere Beweggründe, wie beispielsweise die atemberaubenden Landschaften, die eindrucksvolle Natur und die freundlichen, offenen Menschen hier. Die wenigsten deutschen Einwanderer kommen wohl nach Neuseeland, um Karriere oder das große Geld zu machen“, erklärt Peter Hahn aus seiner Erfahrung. „Wer allerdings genügend Geld, so rund 3 Millionen NZD, etwa 1,8 Millionen Euro mitbringt und hier anlegt, der kann so sogar über die Investor Kategorie einwandern und durch die hohen Zinserträge im Land bequem davon leben.“

Mittlerweile gibt es einen internationalen Wettkampf um die Talente auf dem Weltmarkt. „Dieser Trend wird sich bei besonders cleveren Migranten aus gefragten Zukunftsbranchen in den nächsten Jahren auch noch verstärken“, erklärt auch der langjährige Einwanderungsberater aus Wellington. Die Forscher fordern deshalb eine genaue Beobachtung der weltweiten Migration von hochqualifizierten Arbeitskräften. Denn wenn viele schlauen Köpfe ihr Herkunftsland verlassen, kann das schwerwiegende Folgen für die ursprüngliche Heimat haben, besonders wenn es sich um weniger entwickelte Länder handelt. Bei Bedarf müssten dann die OECD-Staaten besondere Instrumente entwickeln, um die internationale Mobilität und die gerechte Verteilung der Talente auf dem Weltmarkt besser steuern zu können.

Das wichtigste Ergebnis der OECD Studie zeigt im Fazit, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte die besten Arbeits- und Lebensbedingungen in Australien, Schweden, der Schweiz, Neuseeland und Kanada finden. Am unattraktivsten hingegen sind Israel, Japan und die Türkei.